E. T. A. Hoffmann

E. T. A. Hoffmann E. T. A. Hoffmann lebte vor rund zweihundertfünfzig Jahren. Er war Schriftsteller, Musiker und Jurist zugleich – und jemand, der gegen den Geist seiner Zeit schrieb. Kaum einer wusste, wer er wirklich war, doch der Gegenwind begleitete ihn ständig. Ordnung, Vernunft und Moral waren für ihn keine Sicherheiten, sondern fragile Konstrukte….

Der Ton macht die Music

Die folgenden Texte erzählen dieselbe Begegnung. Nichts an der Handlung ändert sich. Kein Wort wird verschoben, kein Detail ergänzt. Was sich ändert, ist der Blick. In der ersten Version erscheint die Frau im Laden als das, was sie sein könnte: eine Fremde, die fragt. Unsicher, respektvoll, auf der Suche nach Orientierung. Eine Begegnung im Alltag,…

Warten. Hitze. Asphalt. Ein Ziel, das kein Versprechen braucht.

Es war einmal – eine höfliche Zumutung Es war einmal So würde es Ben der Schweizer im Geiste von E. T. A. Hoffmann schreiben. Es war einmal – und kaum sind diese Worte ausgesprochen, regt sich bereits der leise Widerstand. Man kennt das. Man glaubt es zu kennen. Ein Anfang, der nach Rückblick klingt, nach…

Heute mit Prompt

A determined athletic woman in her early 30s running straight toward the camera through heavy traffic in New York City at dusk.She wears a simple black sleeveless running outfit and bright red running shoes.Her expression is intense, focused, slightly aggressive — demanding attention, not asking for it.Wet asphalt reflects city lights; yellow taxis and cars…

Nichts

Zensur fällt weg. Das Experiment mit den Reisgläsern ist schnell erzählt und wirkt gerade deshalb so nachhaltig. Drei identische Gläser, gleicher Reis, gleiche Umgebung. Ein Glas wird ignoriert. Mit dem zweiten spricht man freundlich. Das dritte wird beschimpft, angeschrien, mit Worten überzogen, die man sonst vermeidet. Nach einigen Wochen zeigt sich ein Unterschied: Der ignorierte…

GEGENTEIL Thorberg

Manuskript – Arbeitsfassung Arbeitstitel: Nichts und das Gegenteil(Notizen in Anlehnung an ein klinisches Protokoll nach C. G. Jung) Ich schreibe über das Nichts.Doch das Nichts ist nie leer.Wo Nichts ist, existiert immer auch ein Gegenteil. Diese Arbeit untersucht nicht das Individuum als solches, sondern die gesellschaftliche Reaktion auf Abweichung. Der Proband heißt Ben. Die Untersuchung erfolgt rückblickend,…

Kameradschaft

Ja, ich weiß, das Bild mag vielleicht bedrohlich wirken.Aber es zeigt eine Situation, in der ich damals war. Ob auf einer Alp im Wallis oder im Berner Oberland, spielt keine Rolle. Ich war der Schütze.Ich hatte einen Helfer für Lafette und Munition.Dazu kamen vier weitere, die uns unterstützten und Deckung gaben. Aber darum geht es…

Talent Arbeit und Nichts

Ich war hungrig aufs Leben. Ich hatte Talent – oder zumindest die Fähigkeit, es so zu sehen und zu nutzen, dass es mir und auch demSystem diente. Es ging darum, Kraft zu entwickeln: stärker zu werden, länger zu tragen, besserauszuhalten. Meinen Geist zu befähigen, Aufgaben zu lösen, auch wenn sie beschwerlich waren, und zureden, wenn…