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Wenn wir uns im anderen erkennen

Wenn wir uns im anderen erkennen

Ode an den Zuhörer – natürlich an mich

Ich habe heute Abend ein Date.
Mit mir.

Der Vorteil ist:
Ich weiß, dass ich komme.

Ich gehe mit mir essen.
Der Koch bin ich.
Sollte das Essen nicht schmecken,
weiß ich wenigstens, wen ich reklamieren muss.

Danach reden wir.
Ich höre aufmerksam zu,
lasse mich ausreden
und widerspreche nur gelegentlich.

Falls ich anderer Meinung bin,
vertagen wir die Diskussion auf morgen.
Vielleicht sehe ich das dann ja genauso.

Das Schöne an diesem Date:
Niemand muss Eindruck machen.

Ich kenne meine Macken bereits
und habe beschlossen,
sie heute Abend einfach mitzunehmen.

Am Ende zahle ich die Rechnung.
Sie geht sowieso auf mein Konto.

Und falls der Abend besonders schön wird,
vereinbare ich gleich das nächste Date.

Mit meinem Lieblingsgesprächspartner.
Natürlich mit mir.

Prompt-Sammlung

mein Gedanke
Eine elegante, symbolische Geschichte über Begegnung, Erinnerung und Selbstbetrachtung. Dasselbe reife Paar erscheint in beiden Szenen: ein charismatischer Mann mit leicht ergrautem, lockigem Haar und kurzem Bart, gekleidet in einen hellgrauen dreiteiligen Anzug mit dunkelblauer Krawatte; eine elegante Frau mit langem, silbergrauem Lockenhaar und einem hellen, bodenlangen Sommerkleid mit feinem Blumenmuster.
Erste Szene: Das Paar sitzt einander an einem kleinen runden Restauranttisch gegenüber. Auf dem Tisch stehen zwei Gläser Rotwein, ein kleiner Blumenstrauß und eine brennende Kerze. Ein freundlicher älterer Koch in weißer Kochjacke und hoher Kochmütze sowie eine elegante Sommelière in weißer Bluse und schwarzer Schürze präsentieren ihnen gemeinsam eine Flasche Rotwein. Die Blicke zwischen den vier Personen wirken ruhig, aufmerksam und vertraut.
Zweite Szene: Der Mann steht in einem hellen, beinahe leeren Studio vor einem großen, reich verzierten goldenen Spiegel. Die Kamera sieht ihn von hinten. Im Spiegel erscheint sein Gesicht frontal, ruhig und nachdenklich. Einige Schritte hinter seinem Spiegelbild steht dieselbe Frau und schaut ihn sanft an. Es bleibt offen, ob sie wirklich hinter ihm steht, eine Erinnerung ist oder einen Teil seines Inneren verkörpert.
Ultra-realistische Fotografie, poetischer visueller Realismus, helle cremefarbene Studioumgebung, weiches natürliches Licht, warme Hauttöne, präzise Spiegelung, natürliche Hände und Gesichtszüge, feine Stoffstrukturen, elegante ruhige Komposition, emotionale Tiefe, dieselben Personen und dieselbe Kleidung in beiden Szenen, Breitformat 16:9, keine Schrift, keine Logos.