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Vom Leben zum Lebenskünstler

Traum

Räume des Bewusstseins

Vielleicht würde Carl Gustav Jung bei diesen Bildern nicht zuerst von Zerfall sprechen, sondern von Bewusstsein.

Ben steht nicht mitten im Leben der Straße unten. Er steht darüber. Nicht überlegen – sondern beobachtend.

Das Gebäude wirkt wie eine äußere Form der inneren Welt: alte Schienen, die nirgendwo mehr hinführen, verlassene Räume, ein Restaurant, das einmal Begegnung war, nun nur noch Teppich, Feuchtigkeit und Erinnerung.

Jung hätte vielleicht gesagt, dass Ben sich an einem Übergang befindet. Nicht mehr dort unten im Strom der Menschen, aber auch noch nicht ganz frei von den alten Räumen seiner Vergangenheit.

Die Frau im Inneren wirkt dabei nicht wie eine Versuchung, sondern wie ein Teil seiner Seele – ruhig, wartend, menschlich.

Bei Jung wäre sie vielleicht eine „Anima“: jene innere weibliche Stimme, die nicht Besitz will, sondern Verbindung.

Und dass Ben dankbar ist, wäre für Jung vermutlich das Entscheidende.

Denn Dankbarkeit bedeutet: Er kämpft nicht mehr gegen alles. Er schaut hin.

Nicht jeder Mensch kann auf einen Abgrund schauen, ohne sofort fliehen zu wollen. Ben bleibt stehen. Er beobachtet. Er erkennt den Zerfall – aber auch die Schönheit darin.

„Der Mensch wird nicht dadurch heil, dass er das Dunkle verdrängt, sondern indem er lernt, darin bewusst zu stehen.“

Und genau das zeigen diese Bilder: keinen Sieger, keinen Helden, sondern einen Menschen, der gelernt hat, nicht mehr vor seinen eigenen Räumen davonzulaufen.

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