Avignon
Avignon
Und jedes Mal, wenn ich Avignon betrat, betrat ich auch diese Bühne.
Und ohne es zu merken, übte ich dort schon das Leben dessen, der ich später einmal sein würde.
Was ich dort lernte, war vielleicht dies: dass Kunst und Vergnügen näher beieinanderliegen, als man zugibt.
Heute wird vieles blockiert, nur weil es zu viel Haut zeigt.
Aber vielleicht ist es nicht die Haut, die stört, sondern das, was sie in uns auslöst.
Vielleicht verbietet man nicht die Kunst.
Vielleicht fürchtet man eher die Fantasie der anderen.
Und manchmal zeigt uns genau diese Fantasie, was wir eigentlich brauchen:
Sinnlichkeit.
Nicht als Reiz.
Sondern als Beweis, dass wir noch etwas empfinden.






