Gedanken
Ein Hotel, das auf seine Gäste wartet
Auf einem Hügel über dem Meer von Alcossebre steht ein Gebäude, das einmal eine klare Idee war. Ein kleines Hotel mit Pool, Tennisplatz und weitem Blick über die Küste der Costa de Castellón. Gebaut in einer Zeit, in der der Tourismus wuchs und man glaubte, dass hier ein Ort entstehen würde für Urlaub, Sonne und Begegnungen.
Der Plan war einfach und überzeugend: Zimmer mit Aussicht auf das Mittelmeer, ein Garten unter Pinien und Palmen, ein Tennisplatz für lange Sommerabende und ein Pool für die heißen Tage. Ein Ort für Reisende, Familien und Gäste aus ganz Europa.
Dann kam die Zeit der Projekte, der Investoren und der Versprechen. Man wartete auf Geld, auf Renovation, auf neue Ideen. Doch die Investoren kamen nie.
Heute steht das Gebäude still. Der Pool liegt ruhig im Sonnenlicht, der Tennisplatz wartet auf ein Spiel, und der Wind vom Meer streicht durch die Bäume. Das Projekt blieb unvollendet – eine Vision, die nie ganz Realität wurde.
Doch gerade darin liegt etwas Besonderes.
Es ist ein stilles Lehrstück des Lebens: Nicht jedes Projekt findet seinen Investor. Nicht jede Idee wird umgesetzt.
Und trotzdem bleibt der Ort. Mit Aussicht auf das Meer, mit der Erinnerung an einen Plan – und mit der Möglichkeit, dass eines Tages vielleicht doch wieder jemand an diese Idee glaubt.
Für mich ist genau das ein Highlight: Ein Ort, an dem man sieht, wie Träume entstehen, warten – und manchmal einfach still weiterleben.




