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Wenn ich einmal nach oben fahre, werde ich mich nicht fragen, was ich erreicht habe. Eigentlich nichts, müsste ich sagen. Ich war nie im Mainstream wie andere. Ich stehe auf und frage mich nicht, was ich denken soll. Was ich sehe, sehe ich. Was ich tue, tue ich für mich. Ich kenne die Ruinen dieser Welt, angefangene Projekte für schnellen Gewinn, halbe Wahrheiten, halbe Städte, halbe Träume. Aber ehrlich: Auch meine Projekte, selbst wenn sie langfristig gedacht sind, werden eines Tages vergessen sein. Wer sie initiiert hat, spielt dann keine Rolle mehr. Ein Denkmal bekomme ich nicht, und darum geht es auch nicht. Es geht nicht um Denkmäler, nicht um Bilder im Kopf, die bleiben sollen, sondern darum, dass der Mensch nicht immer wieder denselben Fehler macht. Ich schaue mich um und frage mich, was hier geschieht. Wozu eine Rüstung? Eine Rüstung brauche ich nur, wenn ich Feinde habe. Vor Jahren hieß es bei uns: Der Kluge fährt im Zuge. Einmal sah ich einen Bundesrat in der ersten Klasse sitzen. Bei uns gilt: Fragen kostet nichts. Also ging ich nach vorne und sprach ihn an. Kein Leibwächter, kein Schutz, nur er, seine Papiere, seine Meinung und ich. Wir sprachen über Themen, die Menschen beschäftigen, über Platz, über Begrenzung, darüber, dass Altes verschwinden muss, damit Neues Raum hat. Ein Gebäude kann wichtig aussehen und doch keinen Nutzen haben, aber vielleicht regt es zum Denken an. Was ist kurzfristig, was trägt langfristig, was bringt es, wenn ich darüber nachdenke? Ich habe gelernt zu denken und zu handeln. Es war ein schöner Tag, auch wenn Hotelanlagen leerstehen, gebaut für Wochen voller Lärm und dann wieder wartend. Ich frage mich, wie es mit dem sozialen Gefälle aussieht, nicht nur reich und arm, sondern Menschen, die etwas sind, etwas können und etwas wollen. Ich grüße die Menschen hier, vielleicht viele, vielleicht wenige. Man begegnet sich, und irgendwann sagt jemand: Ich kenne dich. Und vielleicht geht es genau darum.









