Bischoff von Thun
Der Countdown läuft: Noch zwei Tage bis Mittwoch. Dann rascheln die Reissverschlüsse der Taschen, werden an den Henkeln gepackt und ins Fahrzeug geworfen.
Heute lassen wir es ruhig angehen. Das Wetter ist nicht überragend – aber was soll’s. Dann bleiben wir im Trämli sitzen und geniessen die Fahrt über die Mittlere Rheinbrücke.
Und doch hat dieser Ort Tiefe: Der Bischof von Thun, aus der Stadt am Thunersee, verbrüderte sich einst mit seinem ganzen Kirchenschatz, damit die erste Rheinbrücke möglich wurde. So blieb ein europäischer Vertrag im Lot – eine gedachte Strecke Hamburg–Venedig. Nur der Gotthardpass fehlte noch.
Heute geniessen wir die Überquerung des Rheins und die Highlights am Rand: sichtbare und solche, die im Untergrund liegen. Kontakte von früher halfen mir zu zeigen, dass hinter meinen Worten auch Tunnel und Räume sind – Daten und Spuren von damals.
Es wird nicht anstrengend. Wir ruhen uns aus, erfinden Geschichten, geboren aus dem Leben. Und wir fragen uns: Wo essen wir heute Abend? Wir wissen es noch nicht. Vielleicht im Haus – vielleicht geniesse ich einfach die Hausküche.
Und dann ist da dieser Wunsch: einmal bei Knogl zu sitzen – dem Saucen- und Fischkönig, Verehrer bester Grundprodukte, gelobt für eine schnörkellose, authentische Küche mit französischen und asiatischen Einflüssen. Drei Sterne – und doch alles andere als ein Rollercoaster.











