Sonntag ist Morgen

Ich schreibe, was ich denke.
Und was ich denke, ist immer eine Nummer grösser,
als ich es in dieser realen oder scheinbaren Welt umsetzen kann.

Aber was ist schon real?
Ich kann alles anfassen – auch in meiner Fantasie.
Darum schreibe ich, was meine Seele sieht.
Nicht, was die Masse will,
sondern was ich mir erträume.

Ganz einfach ist es, zu leben – wenn man will.
Es gibt keine Ausreden, kein Ich kann nicht, kein Ich will nicht.
Macht doch, was ihr wollt – mir egal.
Ein paar weniger machen Platz für jene, die wirklich wollen.

Das ist auch Bert, der Künstler in Basel.
Ich schenkte ihm einen alten Personenwagen,
und was macht er?
Er holt sich einen Kran und setzt den Wagen aufs Dach.
Das ist Bert.

Und ja, hier schreit jeder: Das darf er nicht!
Aber ich frage: Warum nicht?
Wir leben nur einmal.

Also, Freunde – leben wir.
Morgen steige ich in meinen Maserati,
hole Lisa in Basel ab.
Wir fahren zum Rheinhafen,
zum Dreiländereck,
fahren mit dem Lift im Silo nach oben.
Im Personenwagen erwartet uns Bert.
Und wir lassen es uns gutgehen.

Bis wann – weiss ich nicht.
Nur das eine weiss ich:
Wenn morgen früh der Nebel die Hänge verdeckt
und sich meine Garagentüre öffnet,
werde ich Richtung Basel fahren.
Und ich freu mich drauf.