In meinen Gedanken tanzte sie.
Dort war sie klar. Dort war sie sichtbar. Dort bewegte sie sich mit jener Kraft, von der ich weiß, dass sie in ihr liegt.
Aber jedes Mal, wenn ich die Augen öffnete, war sie nicht da.
Nicht wirklich.
Auf der Bühne bewegten sich Körper, Licht, Kostüme und Musik. Es gab Formen, Absichten und Bilder. Doch das, was ich sehen wollte, blieb verborgen.
Ich sah nicht meine Tochter.
Ich sah eine Aufführung, die sich selbst zeigte. Ich sah ein Theater, das von Freiheit, Experiment und junger Handschrift sprach. Aber in mir blieb der Eindruck einer mageren Bühne zurück, auf der der Mensch hinter dem Konzept verschwand.
Vielleicht ist das mein eigentlicher Schmerz: Nicht dass sie schlecht getanzt hätte. Sondern dass ich weiß, dass sie mehr ist als das, was dort sichtbar wurde.
In meinen Gedanken tanzte sie weiter.
Aber auf der Bühne fand ich sie nicht.