Rezept Fastenwähe

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Fastenwähe (Faschtewajie)

Fastenwähen haben in Basel eine lange Tradition. Nur während einer kurzen Zeit im Jahr, zwischen Dreikönigstag und kurz nach der Basler Fasnacht, liegen sie in den Bäckereien der Region aus. Untersuchungen zufolge wurden sie bereits 1649 erwähnt. Es war nie ein strenges Fastengebäck, sondern immer auch ein Stück Genuss.

Ich habe meine Fastenwähe gestern nach einem Rezept eines Freundes gemacht. Den Stempel habe ich selber auf dem 3D-Drucker hergestellt. Vielleicht liegt genau darin das Schöne: Etwas Altes bleibt lebendig, weil man es mit den eigenen Händen weiterträgt.

Zutaten

Für den Vorteig (Hebel)
  • 1 dl Milch
  • 12 g Hefe
  • 140 g Weissmehl (405)
Für den Hauptteig
  • 1 dl Milch
  • 8 g Malzmehl
  • 8 g Salz
  • 120 g Butter
  • 200 g Weissmehl
Zum Bestreichen
  • 1 Eigelb mit Rahm und Wasser
  • viel Kümmel

Zubereitung

1. Die Zutaten für den Hebel mischen und 3 Stunden im Kühlschrank ruhen lassen. Der Teig beginnt hier leise zu arbeiten.

2. Hauptteig herstellen und die Butter zuletzt beigeben. Ein weicher, williger Teig entsteht. 1 Stunde ruhen lassen.

3. Teig auswallen und formen. Mit dem Stempel prägen.

4. 1 Stunde gehen lassen, bestreichen, kühlen. Zwischen Kälte und Wärme entsteht Struktur.

5. Bei 210°C etwa 15 Minuten backen. Die Hitze zeigt nur, was im Teig bereits angelegt war.

Frisch essen. Denn wie so vieles im Leben gehört auch dieses Gebäck dem Moment.